Die Ackerwinde

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Wir besuchten im Frühjahr eine Gartenaustellung in der Nähe Kassels. Dort wurde alles angeboten, was das Herz von GartenliebhaberInnen höher schlagen lässt. Neben einer Vielzahl von Pflanzen, Werkzeug, Freiluftmöbeln (…) gab es auch Ackerwinden zu bestaunen.

Ackerwinde, denkst Du nun. Das ist doch dieses nervige Wildkraut, das schon Generationen von Kleingärtnern zur Verzweiflung brachte. Und damit hast Du natürlich recht. Aber die Ackerwinde, die wir hier sahen, hat eigentlich gar nichts mit ihrer Namensgeberin zu tun. Es handelte sich nicht um ein Pflanze, sondern eher um eine Art Pflanzbehälter.

Dahinter verbergen sich quasi mehrere, versetzt übereinander angeordnete Dreiecke aus Stahl oder Schichtholz. Das kleine StartUp-Unternehmen URBAGNA aus Emsdetten (Westfalen) bot dieses Teil an. Wir waren davon sehr angetan. Bietet diese Ackerwinde doch die Möglichkeit, auf relativ kleiner Fläche 25 Pflanzterrassen zu errichten und dort dann Kräuter, Blumen oder anderes Grünzeug anzubauen.

Als wir dann im Herbst das Recyclinghaus bezogen, erinnerten wir uns wieder an die Ackerwinde und bestellten ein Exemplar aus Cortenstahl. Über einen guten Freund ließen wir Mutterboden bringen und flugs war die Winde aufgebaut.

Am nächsten Morgen wollten wir die Winde dann anschauen und bestaunen. Doch das Teil war irgendwann in der Nacht zusammengebrochen ;-(( Wir versäumten es offenbar, unter das erste Dreieck eine Art Fundament (hier reichen ein paar Ziegelsteine aus) zu errichten. Beim zweiten Versuch klappte es dann um so besser.

Nun steht die Ackerwinde in unserem kleinen Garten, gefüllt mit Mutterboden und Pferdemist und wir freuen uns aufs Frühjahr. Dann können wir sie bepflanzen und zuschauen, wie sie langsam grün und bunt wird. Wir freuen uns schon jetzt auf die erste Suppe mit Kräutern aus der Ackerwinde.

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