Alltagsmasken

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Kürzlich traf sich Angela mit den Regierenden der Bundesländer. Es gab Lockerungen des Lockdowns. Das Tragen einer Alltagsmaske wurde dringend empfohlen. In Bayern kam dann ein entsprechendes Gebot und nach und nach bröckelte die Front. Mittlerweile sind alle Bundesländer soweit, dass ein Tragen eines Mundschutzes angesagt ist. Die jeweiligen Regeln dafür sind allerdings unterschiedlich, es gibt keine gemeinsame Linie. Wir leben halt im Förderalismus…

Meiner Meinung nach, ist das Tragen einer Maske oder eines Mundschutzes sinnvoll. Am Anfang konnte ich dem nichts abgewinnen. Inzwischen finde ich es aber richtig, diesen Schutz anzulegen! Ich trage jetzt schon gut 4 Wochen einen Mund- und Nasenschutz beim Einkaufen, oder wenn ich meine Mutter besuche.

Auch wenn es einen Masken-Engpass geben sollte, bestehen natürlich Alternativen. So können auch Schals oder Halstücher als Mundschutz verwendet werden. Ziel ist es vor allem, andere vor den Tröpfchen zu schützen, die mit dem eigenen Atem in die Umgebungsluft gelangen. Diese Tröpchen könnten Corona-Viren enthalten, die dann von Dritten aufgenommen würden. Trügen also alle eine Maske, würde die Ansteckungsrate noch weiter zurückgehen. Die Zeit, einen Impfstoff zu entwickeln, verlängerte sich dadurch. Wie geschrieben – das ist meine Meinung!

Viele Menschen sind gerade dabei, Masken in Heimarbeit zu produzieren und dann z.B. an Seniorenheime oder Nachbarn zu spenden. Auch Apotheken nehmen diese Erzeugnisse gern an und verkaufen sie für die fleißigen Nähenden zum Selbstkostenpreis – plus vielleicht einer kleinen Aufwandspauschale. Sofern sie einigermaßen geschickt sind, können z.B. SchülerInnen ihr Taschengeld damit aufbessern.

Auch die Kreativität kommt dabei nicht zu kurz. Es gibt die normalen, chirurgischen Schutzmasken aus einfarbigem Stoff. Im Netz findet man aber auch viele andere Schnitte. Und warum nicht bunte Stoffe? Viele Masken sind mit Gummibändern ausgestattet, andere kann man hinter dem Kopf mit einer Schleife verschnüren. Für jeden Geschmack gibt es etwas.

In unserer häuslichen Wohngemeinschaft wurden in allabendlicher Gemeinschaftsarbeit bisher weit mehr als 100 Masken produziert. Diese verschickten wir an Freunde und Verwandte, wir spendeten sie oder gaben sie zum Selbstkostenpreis in einer Apotheke ab.

Wir freuen uns, wenn wir die Masken irgendwann an einer/einem uns unbekannten Trägerin/Träger wiedererkennen… 😉

Es bleiben allerdings auch Fragen, welche sogar die Politik bisher nicht klären konnte: Was mache ich mit meiner Alltagsmaske am Wochenende oder feiertags? Muss ich dann spezielle Sonntags-, 1.-Mai- oder gar Pfingstmasken tragen? Ich frage mal in der Apotheke nach…

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